Tierische Notfallapotheke
In Zusammenarbeit mit HUNDEWELT-BIELEFELD.de möchte ich Ihnen auf den folgenden Seiten einige Ratschläge geben, wie Sie zum einen prophylaktisch zur Gesunderhaltung Ihrer Tiere beitragen können und wie Sie zum anderen Ihre Tiere in Notfällen erst einmal unterstützen können, bis Sie sich weitere fachkundige Hilfe geholt haben.
INHALTSANGABE:
1. Hausapotheke
2. Generelles zur Verabreichung homöopathischer Medikamente
3. Prophylaktische Ratschläge zum Thema ….
- Fütterung
- Impfungen
- Impfvorsorge und Nachsorge
- Wurmkuren
- Begleitung und Entgiftung der Wurmkur
- Vor-, Begleittherapie mit Antibiotika, Penicillin u/o. Kortison
- Parallelbehandlung zu Kortison / Corticoiden
- Parallelbehandlung zu Antibiotika und/oder Penicillin
4. Notmedikationen für den Krankheitsfall als Erst-Helfer
5. Notfallverhalten, Tips und Hinweise
6. wichtige Notfallmedikamente
1. Hausapotheke:
die Hausapotheke für Ihr Tier sollte …
- mindestens jährlich auf Haltbarkeit und Vollständigkeit überprüft werden, an einem sicheren, trockenem, kühlem, aber gut erreichbarem Ort untergebracht sein und vor Feuchtigkeit geschützt werden
- die wichtigsten Gesundheitsdaten Ihres Tieres (Alter, Erkrankungen, Liste der Dauermedikamente), eine P(uls)A(tem)T(emperatur)-Werte-Tabelle
- einen Impf- und Entwurmungskalender (wann und womit!)
- sowie eine Liste mit wichtige Telefonnummern für den Notfall enthalten
Des weiteren sollte an Materialien vorhanden sein …
- Fieberthermometer (2, denn eins geht meist nicht oder ist „einfach weg“)
- 2 Schere(n) (s.o.) zum freischneiden des Wundgebietes, schneiden der Verbandsmaterialien
- Verbandswatte zum polstern von Verbänden unter der Binde, zwischen den Zehen und Ballen, oder zum abpolstern hervorstehender Gelenke oder Knochenvorsprünge als Schutz
- Mullbinden 5cm breit für kleine Tiere, 6-10 cm breit für größere Hunde und Pferde
- Klebeband / Isolierband zum fixieren von Verbänden, ggf. wasserdichtes Band verwenden
- Dreiecktuch (Verbandskasten) zum hochbinden von Extremitäten, Druckverband und Stauung
- Holzknebel für eine evt. Stauung
- Claudenwatte (blutstillende Watte) auch als Hilfe bei zu kurz geschnittenen, blutenden Krallen
- Flächendesinfektionsmittel / Desinfektionswaschmitttel (z.B. Sagrotan) bei Pilzen, Milben usw.
- Wasserstoffsuperoxyd 3%ig (Wasserstoffperoxyd) zum desinfizieren vor dem Verbinden, spülen von Wundkanälen usw. aber NUR wenn eine Wunde nicht genäht werden muss! – kann man auch zum behandeln von Hautpilzen verwenden
- Ichtolan (Zug-) Salbe 20% ig als „zieh-Salbe“ bei Geschwüren, Hautsplittern, abgerissenen Zeckenköpfen und ähnlichem
- Wundheilsalbe, z.B. Calendula (Ringelblumen) -, Bepanthen-, Traumeelsalbe, Rescue Creme
- Sportsalben auf Heparinbasis bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen
- Heilerde – universell einsetzbar innerlich und äußerlich – bei Durchfall, Vergiftungen, wie auch bei Verletzungen und als Puder auf Wunden
- Kühlpacks / Eispackungen
- Wärmepackungen / Körnerkissen
- Parafinöl und/ oder Leinsamen bei Verstopfung
- pflanzliches Kreislaufmittel (z.B. Cralonin) bei Schock, Unfall, zu niedriger Körpertemperatur (Vergiftung)
Wenn sie sich (irgendwann einmal ) entscheiden Ihrem Tier homöopathische Medikamente zu geben, gilt …
2. Generelles zur Verabreichung homöopathischer Medikamente:
- Auch homöopathische Medikamente (oder pflanzliche Produkte, Tees, Bachblüten o.ä.) sind Medikamente! Ihr Einsatz muß genauso überlegt und abgestimmt werden wie der von allopathischen Präparaten. Sie sind nicht so harmlos wie sie gerne dargestellt werden. Selbst Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, sagte bereits: jedes Mittel das eine Wirkung besitzt, besitzt auch eine Nebenwirkung!
- Alle aufgeführten Mediaktionen ersetzen nie das Gespräch mit einem Therapeuten!
- Nie Medikamententräger aus Metall verwenden (Silber, Chromagan, Weißblech, Metallwassernäpfe, o.ä.) sondern Glas, Plastik, Holz oder Mini-Futtermengen
- Globuli dürfen nie angefasst werden oder feucht werden, da sich das Mittel sonst vom Globulus ablöst und z.B. auf Ihren Fingern klebt, statt im Maul des Tieres zu landen. Geben Sie sie immer ohne sie zu berühren auf einen Träger (Unterteller, Plasiklöffel, ausgehöhltes Apfel- oder Möhrenstückchen, Plasikröhrchen…) und dann so rasch als möglich ins Maul
- bitte beachten Sie, dass alle homöopathischen Medikamente so pur wie möglich eingegeben werden, z.B. mit ¼ Teel. Futter, Joghurt, Hüttenkäse oder einem würfelzuckergroßen Stückchen Brot oder Apfel…
- Mindestzeitabstände zur nächsten oder vorangegangenen Fütterung einhalten: 15 Minuten, besser 20 Minuten!
- Bei Verabreichungen mit mehrerern Gaben über den Tag verteilt empfiehlt es sich, diese am Abend vorher fertig zu präparieren und zur Eingabe am nächsten Tag bereit zu stellen. Zum einen behält man so den Überblick was gegeben wurde und was nicht, z.B. wenn sich die ganze Familie oder andere Helfer an der Eingabe beteiligen, und bei Gabe von alkoholischen Tropfen verfliegt der Alkohol, sie „schmecken“ besser, brennen nicht so auf der Zunge, ohne dass die Wirkung verloren geht!
- eine Gabe besteht in der Regel aus 5 Globuli, 1 Tablette oder 10 Tropfen, es sei denn es ist anderes vermerkt
3. Prophylaktisch können sie die Gesundheit Ihrer Tiere stützen wenn sie u.a. folgende Ratschläge beherzigen:
Fütterung:
Sie sollten jedes Ihrer Tiere so artgerecht und natürlich wie möglich ernähren. Lesen Sie ruhig einmal gute Fachliteratur über die richtige Ernährung, z.B. übers „BARF´EN“ (www.barfers.de), über Futter- und Nahrungsmittel, ihre Zusammensetzung, über Nährstoffkombinationen die wichtig oder schädlich sind.
Impfungen:
wenn Sie impfen beachten Sie bitte: ein Tier sollte nur im gesunden Zustand geimpft werden.
Dazu gehört auch (ca. 14 Tage vor der Impfung) das richtige Entwurmen vor jeder Impfung, denn nur ein wurmfreier Organismus ist ein gesunder Organismus und kann die Impfung auch gut verarbeiten.
Daher sollte vor jeder Impfung eine Entwurmung erfolgen, bzw. der Stuhl mittels einer chemischen Kotprobe durch eine Tierheilpraxis oder Tierarztpraxis auf vorhandene Würmer untersucht werden. Dazu bringen Sie eine sogenannte SAMMELKOTPROBE zur Praxis, d.h. über einen oder mehrere Tage von jeder Losung / Kotabsatz des Tieres einen Teil entnehmen und gemeinsam in einer Dose kühl verwahren.
Der einfache „Sichtbefund“ durch Betrachten des Kotes durch den Tierbesitzer reicht leider nicht aus, denn nur adulte (erwachsene) Würmer sind sichtbar, die Eier und Larven, welche bereits schädigen können, nicht. Je nach Befall (Stärke und Zusammensetzung) kann dann das passende Wurmmittel gewählt werden.
Bei starkem Befall sollte ggf. eine zweite Wurmkur erfolgen.
Auf jeden Fall aber sollte der Erfolg der Wurmkur 14 Tage nach der Wurmkur, also noch vor der Impfung, mittels einer Kontrollkotprobe bestätigt werden.
So kann auch eine eventuelle Resistenz gegen ein Wurmmittel festgestellt werden.
Ist alles in Ordnung steht der Impfung (fast) nichts mehr im Wege.
Impfvorsorge und Nachsorge:
01.-03. Tag jedem Tier 1x täglich 5 Globuli oder 10 Tropfen oder 1 Tablette ARNICA C30
04. Tag es erfolgt die Impfung
05.-07. Tag jedem Tier 2x täglich je 5 Globuli/10 Tropfen/1 Tablette THUJA D12 und SILICEA D12
05.-15. Tag 2x täglich 1-5ml (je nach Größe des Tieres – Katze, Hund, Pferd) HYLAK PLUS
ARNICA bereitet das Tier auf den Impfschock vor: „Hallo Körper da passiert was mit dir, sei wachsam!“
THUJA und SILICEA helfen die Impfung zu verarbeiten ohne dass es zu den gefürchteten Impfkrankheiten kommt (Muskelschmerzen, Lahmheiten, Müdikeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Durchfall, Erbrechen,…).
Sollte es doch einmal passieren, oder Sie haben keine Vorbereitung gemacht, dann hilft eine Gabe SILICEA C200, im Abstand von 1 Woche wiederholt, bis das Tier sich wieder wohlfühlt.
HYLAK PLUS ist ein Medikament, das die Darmflora vor den oft in Impfseren enthaltenen Penicillinen und/oder Antibiotika schützt.
Wurmkuren:
Wurmkuren sind in der heutigen Zeit unumgänglich geworden, vor allem die Kotproben vor und nach jeder Wurmkur, wie unter dem Thema IMPFUNGEN bereits beschrieben.
Wie alles Leben leiden auch die Würmer unter der zunehmenden Umweltbelastung und bauen Resistenzen gegen die bekannten Wirksubstanzen auf. Eine Wurmkur ohne Kotprobe beruhigt zwar das Gewissen des Tierbesitzers, doch ob sie geholfen hat, wissen nur die Götter. Kontrolle tut Not!
Ist der Organismus mal gründlich (chemisch) entwurmt, hilft oftmals eine regelmäßige homöopathische- oder „Nahrungs-”wurmkur, den Vormarsch der kleinen Mittesser zu bremsen. Regelmäßig heißt hier alle 1-2 Monate, je nach Jahreszeit: im Frühjahr und Sommer monatlich, im Herbst und Winter bis zum Frühjahr alle 2 Monate.
Achtung: bei diesen Wurmkuren gehen nur die erwachsenen Wurmstadien „betäubt“ und lebend ab. Eier überleben diese Prozedur. Außnahme: Knoblauch – die Anilinsäure zerstört die Eihaut der Wurmeier und lässt die Darmsäuren ihre Arbeit machen.
ABROTANUM D1 oder besser Ø (Urtinktur), der Wurmfarn: über 1 Woche 3x tgl 1 Gabe
oder
CINA D2 oder D3, Zitwerkraut: über 1 Woche 3x täglich 1 Gabe
oder
KNOBLAUCH in Quark oder Joghurt gequetscht oder in Olivenöl eingelegt: über 3 Tage je nach Größe des Tieres 2-5 Zehen, bei Ponys 1 Knolle, bei Pferden bis zu 3 Knollen;
Knoblauch hilft auch Flöhe, Zecken und Stechinsekten abzuhalten, kann aber zu Hautjucken führen, dann absetzen!
oder
FENCHELSAMEN: über 3-5 Tage 1Teel. bis zu 3 Eßlöffel je nach Größe des Tieres ins Futter geben; wirkt wurmtreibend und führt bei Überdosierung maximal zu Durchfall, also lieber höher dosieren!
oder
KAMALA, eine Wurzel – in der Apotheke erhältlich, Dosierung lt. Packungsbeilage.
Begleitung und Entgiftung der Wurmkur:
Eine Wurmkur, auch eine biologische- Nahrungs- oder Futterwurmkur, sollte immer mit HEILERDE (LUVOS Nr. 1) begleitet werden, je nach Größe des Tieres mit ½ Teelöffel bis zu 1 Eßlöffel in jeder Futterportion,und mit CALCIUM CARBONICUM C200, 1x tgl. 1 Gabe über 2 Tage nach erfolgter Wurmkur, beendet werden.
Die Heilerde sammelt die Wurmgifte, beugt einer schnellen Neuverwurmung vor und Calcium Car. schleust die Wurmgifte aus.
Sollten Sie Ihr Tier nicht nur prohylaktisch entwurmen wollen oder eine Wurmkur begleiten wollen, sonderen es leidet unter einer WURMERKRANKUNG, dann suchen Sie bitte Rat in einer Tierheil- oder Tierarztpraxis!
Vor-, Begleittherapie mit Antibiotika, Penicillin und/oder Kortison:
Viele Homöopathen weigern sich parallel zu obigen Therapien zu arbeiten, mit dem Hinweis die Homöopathika wirken dann nicht. Nach meiner Erfahrung stimmt das nur bei Kortison und dann auch nur bei Niederpotenzen. Andere Wirkkreise können immer noch homöopathisch therapiert werden.
Sollte Ihr Tier also, aus welchem Grund auch immer, vorbehandelt worden sein oder diese Medikamente einnehmen, ein Gespräch mit einen Tierheilpraktiker oder homöopathisch arbeitenden Tierarzt lohnt sich immer!
Parallelbehandlung zu Kortision / Corticoiden:
Gerade Kortison ist ein umstrittenes Thema. Dieser Wirkstoff hat segensreiche Eigenschaften, aber auch schädigende. Man sollte seinen Einsatz nicht verweigert, sich aber auch nicht zu früh darauf besinnen oder gar als einziges Hilfsmittel verstehen. Gerade bei dem Wirkstoff „Kortison“ ist viel Umsicht geboten.
Wie gesagt, Kortison hat neben seiner guten Wirkung bei vielerlei Erkrankungen leider auch Nebenwirkungen, z.B. dass es u.a. die Leber und Niere belastet und auch das unkontrollierte Wachsen von Hefepilzen (Candidose) im Darm zulässt.
Hier können Therapeuten ergänzend wertvolle Hilfe leisten, z.B.:
- die Leber schützen
- die Nierentätigkeit aufrecht erhalten
- die Darmflora schützen oder wieder regenerieren (Symbioselenkung)
Diese Therapien sind aber individuell abzustimmen, es gibt keine allgemeingültigen Hinweise an dieser Stelle zu veröffentlichen außer dem, dass Sie sich so rasch wie möglich mit einem Therapeuten darüber verständigen.
Parallelbehandlung zu Antibiotika und/oder Penicillin:
Ist eine Keimabwehr mit diesen Wirkstoffen nötig, so muß man nicht die Hände in den Schoß legen und abwarten, bis sie fertig sind mit ihrer Arbeit, sondern man kann wertvolle, unterstützende Maßnahmen ergreifen!
- man schützt die Darmflora vor der Zerstörung durch eine Paralleltherapie mit Darmsymbionten z.B. HYLAK PLUS, SYMBIOFLOR I und II oder PERENTEROL 3xgl. 1-5ml oder 1-2 Kautabletten je nach Größe des Tieres im Anschluß an die Antibiose (min. 20 Tage)
- man füttert parallel zur Antibiose HEILERDE (Luvos Nr.1) zum entgiften
- man gibt (ggf. parallel) ECHINACIN (Saft/Tabletten/Tropfen) zur Steigerung der bakteriellen Abwehr – Dosierung: Kleintiere – Kinderdosierung, Großtiere – Erwachsenendosierung
- man gibt (s.o.) VINCETOXICUM (Einzelmittel oder in Fa. metaFackler / metabiarex) zur Steigerung der viralen Abwehr
Natürlich gibt es weiterhin jede Menge individuelle Unterstützungsmöglichkeiten mittels passender homöopathischer SIMILE, die Sie mit dem/der jeweiligen TherapeuteIn abstimmen können.
4. Notmedikation für den Krankheitsfall als Ersthelfer
Im Folgenden möchte ich Ihnen Notmedikation für den Krankheitsfall als Ersthelfer an die Hand geben, mit denen Sie helfen können, bis weitere Unterstützung durch den geeigneten Therapeuten vorhanden ist. Ich bitte Sie, diese als Ideen und Anleitungen zu verstehen, aber nicht als vollständiges, allgemeingültiges Nachschlagewerk, das fachliche Hilfe überflüssig macht.
Generelles bei Notfällen vorab:
- Ruhe bewahren
- immer sofort fachliche Hilfe verständigen
- sich um Transportmöglichkeiten kümmern, für einen evt. Kliniktransport sorgen
- vor der Abfahrt in die Praxis / Klinik dort anrufen und sich vergewissern, daß jemand da ist
- immer die so genannten PAT-Werte kontrollieren und notieren, bevor man etwas anderes tut.
Außnahme: Blutungen stoppen – hier sollte die Messung parallel erfolgen: (P= Puls, A = Atmung, T = Temperatur) – die Normalwerte seines Tieres sollte man kennen!
- die betroffenen Tiere ruhig und sicher unterbringen, in die Nähe von Strom, Licht und Wasser bringen
- Wunden, die ggf. chirurgisch versorgt werden müssen (Naht, offener Bruch, …), NIE vorbehandeln, säubern, spülen oder sonstiges, sondern „mit Dreck und Speck“ einen Schutz- und/oder Druckverband anlegen und schnellstens dem Tierarzt überstellen
- jedes Reinigungs- und/oder Desinfektionsmittel, selbst Wasser, kann es unmöglich machen dass eine Wunde genäht werden kann
- selbst „harmlose“ Wunden die genäht werden müssen vertragen keinen Zeitverlust, denn sind sie älter als 3 Stunden kann dies unmöglich werden.
Zur Erinnerung:
an diesem Ort kann ich keine therapeutische Beratung erstellen, Ihnen behilflich sein beim Herausfinden der Ursachen von Befindichkeitsstörungen, beim Ergründen der Ursachen von Disharmonien als Ursache für Imbalancen und Krankheiten, aber ich kann Ihnen helfen eine kleine Apotheke zusammenzustellen, die Ihnen auf Reisen oder bis zum Eintreffen von Hilfe Unterstützung bieten kann. Alle aufgeführten Mediakmente und Ratschläge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen niemals den Rat des fachkundigen Therapeuten.
6. Wichtige Notfallmedikamente
- RESCUE-REMEDY´s auch als Not-, Notfall- und/oder Nothelfertropfen oder -salbe bekannt: sie werden im akuten Fall (Schock, Unfall, Trauma, Sturz, Trennung, Umzug, Reise, Handlungen die ängstigen wie Schmied, Frisör, Tierarzt, Transport, Trainingsmaßnahmen …) so rasch wie mgl. direkt auf die Lippen geträufelt (2 Tropfen), ggf. weiterhin (bis zu 1 Woche danach) mit 4x tgl. 4 Tropfen eingegeben oder in Wasser verabreicht. Direkt aus der Flasche geben, nicht noch extra verdünnen!
- Die Rescue-Creme wird lokal aufgetragen, unter Verband oder einmassiert wie eine Wundsalbe
- PHOSPHORUS und ARNICA C30 als Einzelmittel in Tropfen-, Globuli-, Salben-, Tablettenform oder
- TRAUMEEL der Fa. Heel als Tropfen, Tabletten Gel oder Salbe als wichtiges UNFALL- oder Traumamittel bei allem was mit BLUT zu tun hat: Herz-Kreislaufproblemen, Schock, Ohnmacht, Blutungen, Bluterguss, Verrenkung, Verstauchung, Prellung, Verbrennung, Stich- oder Schnittverletzung, alle Wunden. Dosierung: alle 15 Minuten 1 Gabe bis zur Versorgung durch fachliche Hilfe.
Achtung: Arnica kann das Bluten akuter äußerlicher Wunden aber auch Organblutungen verstärken, daher VORSICHT beim Einsatz; bei blutenden Wunden eher Phosphorus geben!
- BELLADONNA C30 (wie Arnica), bis zu alle 15 Minuten 1 Gabe als FIEBERmittel, wenn das Fieber bereits da ist – wenn das Fieber sinkt, seltener geben (erst stündlich, dann alle 2-3 Stunden usw.) am Besten wirkt Belladonna mit Wadenwickeln zusammen:
-WADENWICKEL: ein feuchtes kühles Tuch um die Beine wickeln, dann mit einem trockenem warmen Tuch abdecken. Minimum: beide Hinterbeine, besser aber alle 4 Beine, doch dann aufpassen auf den Kreislauf: Schüttelfrost, frieren -> Wadenwickel dann auf jeden Fall entfernen!
- METABIAREX, Fa metaFackler; Fertigarznei zur STEIGERUNG DER BAKTERIELLEN UND VIRALEN ABWEHR: Dosierung wie auf Packung angegeben (kleine Tiere wie Kinder, gößere wie Erwachsene); steigert die Abwehr (auch in der Vorbeuge / Prophylaxe) und entgiftet die Krankheitskeime im akuten Krankheitsfall
- SILICEA C30 (wie Arnica) bei allem was mit HAUT und EITER zu tun hat, besonders bei eitrigen, suppigen Entzündungen, Abszessen, Wunden, Nasen-,Zahn-, Nebenhöhlenerkrankungen, Husten, Geschwüren. Dosierung: 1-3 x tgl. 1 Gabe – es wirkt auch gut als KIESELERDE- oder SiliceaBALSAM oder –Gel, wenn es kühlen und den Juckreiz nehmen soll, z.B. bei Insektenstichen, Ekzemen, Verbrennungen
- BRYONIA C30 (wie Arnica) bei allem, was mit akuten SCHMERZEN zu tun hat, wie Berührungsschmerz, nicht auftreten können und zudem mgl. noch heiß, rot und geschwollen ist. Dosierung: bis zum eintreffen fachlicher Hilfe alle 15 Minuten 1 Gabe, später dann 1-3x tgl. 1 Gabe
- HARPAGOPHYTUM D2, Teufelskralle (wie Arnica) bei rheumatischen und arthrotischen SCHMERZEN – bis zu stündlich 1 Gabe, je nach Zustand des Patienten
- VOMISAL, ein Fertigpräparat aus Ipecachuanah bei BRECHREIZ, Übelkeit verdorbenem Magen, Vergiftung; ergänzend zur Therapie durch den Therapeuten nebst URSACHENFAHNDUNG. Dosierung: 1-12x tgl. 5-10 Tropfen
- DYSENTERAL ein Fertigpräparat aus Arsenicum album, Rehum und Podophyllum bei DURCHFALL , ergänzend zur Terapie des Therapeuten und der URSACHENFAHNDUNG! Dosierung: 1-6x tgl. 5-10 Tropfen
- RUMISAL, ein Fertigpräparat aus Nux vomica bei Bauchschmerzen, KOLIKEN, Vergiftungen, Überfressen usw. ergänzend zur Therapie des Therapeuten und URSACHENFAHNDUNG. Dosierung: 1-6x tgl. 5-10 Tropfen
- CRALONIN, ein Fertigpräparat mit Weißdorn zur Unterstützung des KREISLAUF´s. Dosierung: 1-6x tgl. 5-10 Tropfen , akut bis zu alle 15 Minuten 10 Tropfen
- Rumisal, Dysenteral, Vomisal und Cralonin sind als Tropfen wie auch als Ampullenpräparate erhältlich, d.h. ohne Alkohol. 1 Ampulle wird genauso dosiert wie die Tropfen und oral gegeben.
- SOLIDAGO C30 oder Blasen-Nierentropfen der Fa. Cosmochema bei Erkrankungen der HARNWEGE und bei BLASENENTZÜNDUNG usw.; bitte dabei darauf achten, dass die Tiere viel (!!!) trinken bzw. Wasser / Flüssigkeit aufnehmen: kein Trockenfutter geben (und wenn dann … ) sondern alles aufgeweicht „suppig“ füttern
- OKUBAKKA D3, oder Spirulina als ENTGIFTUNGSMITTEL nach / bei Vergiftungen aller Art (Fehlfütterung, Überfressen, Vergiftung, Medikamentenausleitung,…). Dosierung über 10 Tage 3x tgl. 3 Tabletten.
- WASSERSTOFFPEROYX /-SUPEROXYD 2%ig zum DESINFIZIEREN von Wunden, spülen von Abszessen, (Zecken-) Bisswunden, Stichverletzungen der Haut, NICHT der SCHLEIMHÄUTE!!! Hilft auch zum Umstimmen der Haut bei Pilzerkrankungen u.ä., entzieht den „Untermietern“ das Millieu.
- LEDUM D2 als Medikament der Nachsorge bei ZECKENBISSEN: Zecke entfernen durch heraushebeln oder drehen mittels einer Zeckenzange (Apotheke oder THP oder Tierarzt); NIE mit Öl, Nagellack oder ähnlichem versuchen, die Zecke zu ersticken oder sie beim entfernen mit den Fingern quetschen -> dies führt erst recht zu Infektionen; dann lieber sitzen lassen bis man das passende Werkzeug oder fachkundige Hilfe hat.
Zum Abschluß dieser Informationen wünsche ich Ihnen und Ihren Tieren, dass Sie diese Hinweise niemals benötigen werden!
Ich wünsche Ihnen allzeit gute Gesundheit, Spaß, Frohsinn und Wohlergehen!
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Naturheilkundliche Praxis für Pferde und Kleintiere.
Martina Fickert
32139 Spenge
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Mobil: 0173-2804797
Fax : 05225 – 790092
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